Die tückische Nordsee – über Unter- und Scherströmung

Du er her

Auf das was man kennt, passt man auf - das sagen wir oft in Naturberaterkreisen. Es wird meist so verstanden, dass wir uns besonders der Natur gegenüber rücksichtsvoll verhalten müssen, indem wir dort nichts entsorgen oder zerstören. Aber an der Nordsee lässt sich das Sprichwort mit gutem Grund umdrehen: "Wie passen wir in der Natur auf uns selber auf?" Wir hören leider jedes Jahr von tödlichen Badeunfällen an der Nordsee, und einige dieser Unfälle könnten vielleicht, durch ein Verstehen der Strömungsverhältnisse an der Küste, vermieden werden. In diesem Artikel können Sie mehr über die zwei gefährlichen Küstenströmungen – der Unter- und der Scherströmung erfahren.

Die Unterströmung – Wasser liegt am liebsten horizontal!
Es ist wahrscheinlich kein Geheimnis, aber man muss daran denken, wenn man verstehen will, wie die Unterströmung und die Scherströmung entstehen. Wenn das Wasser bei auflandigem Wind an den Strand gepresst wird, kann man sagen, dass es aufgestaut wird. Je kräftiger der Wind, desto höher wird das Wasser auf den Strand gepresst, aber die Schwerkraft arbeitet die ganze Zeit gegen an. Das Wasser findet immer die leichteste Strecke, daher fließt das Wasser entlang des Bodens hinaus ins Meer, dadurch entsteht das Phänomen die Unterströmung. Die Unterströmung entwickelt sich am besten an steilen Küsten, wo Platz dafür ist, dass das Wasser zurücklaufen kann. An flacheren Küsten entwickelt sich die Unterströmung nicht, da der Wind die Wassersäule etwas weiter unten beeinflusst. Anderseits wird das Wasser hier weiter und weiter an Land gepresst und kann dadurch verhältnismäßig große Gebiete überschwemmen.

Scherströmungen
Nur an Küsten mit Sandbänken findet man die Scherströmung (auf dänisch auch "Pferdelöcher" genannt). Sandbänke, die parallel mit der Küste verlaufen, wirken wie eine Mauer, über die das Wasser hinüberfließen muss, um ganz an den Strand zu kommen. Bei auflandigem Wind, wird mehr und mehr Wasser hinter die Sandbänke gepresst, und dies muss wieder ins Meer fließen (genau wie vorher die Unterströmung). Es gibt immer schwache Stellen an den Sandbänken, wo sich das Wasser durchgraben kann, dort entsteht dann ein Loch - das so genannte Pferdeloch! Das Pferdeloch kann mit einem stark nach außen laufenden Förderband verglichen werden, und wenn Sie dort gefangen werden, werden Sie auf das Meer hinaus befördert. Wenn Sie noch nie von Pferdelöchern oder Scherströmung gehört haben, werden Sie wahrscheinlich gegenankämpfen, so gut Sie können, aber es ist ein ungleicher Kampf – oft mit einem bösen Ende. Sie müssen sich statt dessen mit hinausführen lassen, und entlang der Küste und weg von den Löchern schwimmen. So kommen Sie wieder an den Strand zurück. Als wenn das nicht genug wäre, ist noch eine andere Gefahr mit den Löchern verbunden. Die Strömung fließt um die Löcher herum, zwischen Sandbänken und Strand und führt zum Loch hin, sodass Sie riskieren in das Loch hineingesogen zu werden, wenn die Strömung stark genug ist.

Wenn Sie mehr wissen wollen
Lesen Sie mehr vom Artikel in Det Store Feriemagasin.
Auf folgenden Homepages können Sie mehr über sicheres Baden erfahren:
* Sicher am Strand: www.trygpaastranden.dk
* Rettungsschwimmer: www.kystlivredder.dk
* Der Rat für größere Badesicherheit: www.badesikkerhed.dk
* Oder besuchen Sie das Küstencenter Thyborøn, und erfahren Sie mehr über Unterströmung, Scherströmung (Pferdelöcher) und die Dynamik der Küste.